Der Auerochse

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Ist das nicht dieses bullige Ur-Rindvieh, das eine Widerristhöhe von über zwei Metern erreichen konnte, mehr als 1000 kg wog und seit 1627 ausgestorben ist?! Wie kommt das denn nach Freesdorf?

Um die Geschichte kürzer zu machen, als sie ist folgende kleine Zusammenfassung:

Auerochsen gelten als wilde Ur-Form heutiger Hausrinder. Sie lebten in halb offenen Landschaften und waren in weiten Teilen Asiens, sowie von Südskandinavien bis Nordafrika verbreitet. Vor Menschen wichen sie nicht aus und wurden sie gereizt, griffen die „Ure“ sogar an!

Durch die zunehmende Zerstörung ihres Lebensraums, als Nahrungskonkurrenten domestizierter Hausrinder und durch die Bejagung nahm die Zahl der Ure im Verlauf des 13. und 14. Jh. zunehmend ab. Die letzte Ur-Kuh verstarb wohl im Jahre 1627 im polnischen Forst Jarowianka.

300 Jahre später unternahmen die Brüder Heinz und Lutz Heck Rückzüchtungsversuche des Auerochsen. In der Annahme, genetische Informationen seien in heutigen Hausrindern vorhanden, kreuzten und selektierten sie nach äußeren Kriterien verschiedene ursprüngliche Rinderrassen wie z.B. die korsischen, spanischen und südfranzösischen Kampfrinder.

Die Ergebnisse dieser Züchtung werden nach den beiden Brüdern auch als Heckrinder bezeichnet. Entstanden ist eine äußerst robuste und für das Leben in freier Natur sehr gut geeignete Auerochsenart in Kleinformart, denn die ursprüngliche Körpergröße wurde noch nicht wieder erreicht. Heckrinder werden vor allem in Naturschutzprojekten und zur Landschaftspflege erfolgreich eingesetzt und prägen ein Biotop, wie es ohne in frei lebende große Pflanzenfresser nicht möglich wäre.

Und so kamen die Auerochsen-Heck-Ur-Rinder im Jahre 1999 auch auf die Weideflächen Freesdorfs.

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